Stelios Mpikakis PDF Print E-mail

KRETISCHER BALKAN 

 

stelios-mpikakis

(Kreta/Griechenland) 

Freitag 8. Mai 2009 / 20 Uhr, SARGFABRIK 

 

Stelios Mpikakis: kretische Lyre, Gesang
Helias Katsavidis: Bouzouki, Gesang
Timotheos Vrontakis: Laouto
Fanis Lourandakis: Keyboard
Giorgos Troulinos: E-Bass
Takis Hatzimihailidis: Gitarre
Manolis Piteris: Klarinette
Antonis Zaharakis: Drums



Die Frage, ob Griechenland zum Balkan gehört oder nicht, beantworten wir mit dem Auftritt eines Stars von der Insel Kreta. Somit erklären wir die Berghänge der Lefká Óri, der Díkti- und Thrípti-Berge zum südlichen Balkon des Balkans. Auch Kretas Bevölkerung, die seit je her gegenüber Griechenland eine eigene kulturelle Identität behauptet, gleicht in vielerlei Hinsicht anderen Bergkulturen des Balkans, den Montenegrinern, den Albanern Nordalbaniens und des Epiros oder den Bewohnern der kroatischen Lika. Stelios Mpikakis ist im griechischen Folkpop gleichermaßen populär wie in der traditionellen Musik Kretas, die sich durch die Verwendung der archaischen Geige Lyre und der Laoúto auszeichnet, durch akrobatische Tänze wie den Pentozalis und durch oft tragische, oft humorvolle gesungene Couplets, die man Mantinades nennt (und nicht selten dem Epos Erotokritos des kretischen Nationaldichters Vitzentsos Kornaros’ aus dem 16. Jahrhundert entstammen).

Doch auch in kretischer Tradition ist Stelios Mpikakis, der 1965 in Réthimnon geboren wurde und seit seinem 14. Lebensjahr die Lyre beherrscht, gleich seinem großen Vorbild Psarantonis ein Innovator. Mit gefühlvollen Chansons, die auch den musikalischen Trends der letzten dreißig Jahre auf dem Festland Reverenz erweisen und die ein bisschen an George (bzw. Yorgos) Dalaras erinnern, stürmt er regelmäßig die griechischen Charts. Sein größter Hit war wohl der düster-kraftvolle Song Genethlia (Geburtstag), eine Art poetische Autobiografie, die er anlässlich des Todes seines Sohnes verfasst hat. Genethlia wurde 2004 von einem anderen berühmten Kreter, Notis Sfakianakis, gecovert. Erleben Sie also den „kretischen Balkan“ in seiner archaischsten wie zeitgenössischsten Form.

Eine Koproduktion mit der Sargfabrik

 

 

 

 

 

Fr., 8. Mai 2009 / 20 Uhr


SARGFABRIK
Goldschlagstraße 169
1140 Wien
Eintritt: € 23,–
Tel.: (01) 988 98-111

www.sargfabrik.at

 

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