“Organisch wachsen Jazz und die orientalische Ornamentik und die für unsereins oft nicht nachvollziehbar komplexen metrischen Verhältnisse der Balkanmusik auseinander hervor und gehen ineinander auf, als sei etwa der Bebop nicht in Minton’s Playhouse, sondern in Sofia oder Plovdiv erfunden worden.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Der Botschafter des Balkan-Jazz in Berlin heißt Vladimir Karparov. Seit 1999 bereichert der Saxofonist aus Sofia, Bulgarien, die multikulturellen Jazz- und World-Music-Szenen der deutschen Hauptstadt mit seiner eigenen Vision einer Durchwirkung von westlichen Jazz-Harmonien mit südosteuropäischer Melodik und Metrik. Gemeinsame Projekte und Auftritte mit Kenny Wheeler, John Hollenbeck, Okay Temiz, Adam Pieronczyk, Gerard Prensencer, Jiggs Whigham sowie Antoni Donchev, Stoyan Yankoulov, Nenad Vasilić, Theodosii Spassov und Ivo Papasov untermauern diese kreative Hybrididät. Einem österreichischen Publikum dürfte er zudem als Mitglied von Martin Lubenovs Jazzta Prasta und Nenad Vasilićs Band (am 19. 4. mit Bojan Z. im Porgy & Bess!) bekannt sein. Die Presse konstatiert diesem vielseitigen Musiker und Stilisten äußerste Eleganz. Karparovs Kompositionen sind mal impressionistisch introvertiert, mal bersten sie vor Vitalität: Mit schnellen Läufen, polyrhythmischen Strukturen und dynamischen Wechseln erweist er sowohl der lebensbejahenden Kraft alter und neuer bulgarischer Musik als auch des Modern Jazz seine Reverenz. Bereits zwei Tage zuvor sind er und sein Drummer Dimitris Christides im Rahmen von Balkan Fever als Musiker der Sängerin Oana Catalina Chiţu in der Sargfabrik zu hören, wo sie Tango oriental und rumänische Großstadtmusik zum Besten geben.
Sonntag, 26. April 2009 / 20:30 Uhr PORGY & BESS Riemergasse 11 1010 Wien Tel.: (01) 512 88 11 www.porgy.at