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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - BALKAN WINDS (Bulgarien/Kroatien/Türkei/Rumänien/Mazedonien/Serbien & Montenegro/Griechenland) Theodosii Spassov: Kaval, Gesang Tamara Obrovac: Gesang Sanja Ilić: Piano Mihai Sorohan: Trompete Toni Kitanovski: Gitarre Kostas Theodoru: Kontrabass Izet Kizil: Percussion Stoyan Yankoulov: Tupan, Percussion Es hat schon einige Versuche gegeben, dem Balkan-Hype mit bombastischen transbalkanischen Leistungsschauen oder All-Star-Orchestras zu bedienen, doch derlei Projekte geraten in sich nur stimmig und glaubwürdig, wenn Musiker vom Kaliber eines Theodosii Spassov ihre Geschicke lenken. Balkan Winds heißt sein All-Star-Ensemble, mit dem der Grenzgänger auf der Flöte Kaval mit arrivierten Ethno-Jazz-Musikern aus der gesamten postosmanischen Hemisphäre eine gemeinsame musikalische Sprache fand. Wir nehmen uns heraus, Theodosii Spassov als den außergewöhnlichsten Musiker des Balkanraumes zu bezeichnen, dessen Genie weit über die Verwendung der Hirtenflöte Kaval für Modern Jazz hinausreicht. Einen ähnlichen Rang hat Stoyan Yankoulov als Perkussionist (besonders auf der der türkischen Davul entsprechenden Basstrommel Tupan) inne. Leute wie ihn, Spassov oder Petar Ralchev bezeichnet der Leader von Karandila, Angel Ticheliev, nicht als „Musiker, sondern Außerirdische“. (Mehr zu Yankoulov im Text zu „Drumboy“). Aleksandar Sanja Ilić gilt seit Jahrzehnten als einer der bedeutendsten Pop- und Jazzkomponisten und -Pianisten Jugoslawiens. Mit seinem Ensemble Balkanika verbeugte er sich vor den Musiktraditionen seiner Heimat. Izet Kizil aus Südostanatolien ist der wichtigste türkische Ethno-Jazz-Perkussionist in Nachfolge von Okay Temiz. Seine besondere Liebe gilt neben dem Jazz den indischen Rhythmen, die er in Bombay bei Trilok Gurtu erlernte und für die Darbuka adaptierte. Ob seine Zusammenarbeit mit Popstar Tarkan nun als Aufwertung oder Geldjob zu sehen ist, überlassen wir den Vorlieben des Publikums. Mihai Sorohan spielt in der obersten Garde des rumänischen Jazz Trompete; Toni Kitanovski, Gitarrist, György-Ligeti-Schüler und Gründer der Jazz and Contemporary School in Skopje ist d e r . Botschafter des internationalen Jazz in Mazedonien und ein Interpret von Weltrang. Mit „Balkan Winds“ kehrte auch er zu seinen ethnischen Wurzeln zurück. Bassist und Multiinstrumentalist Kostas Theodoru kommt vom griechischen Teil Mazedoniens, wirkte auf über 35 Alben mit und ist ein bevorzugter Co-Musiker von Mikis Theodorakis. Tamara Obrovac, Ethnojazzdiva mit kraftvoller Stimme und smartem Bühnenwitz, stammt aus den nördlichsten Ausläufern des balkanischen Einflussbereiches, aus Pula in Istrien. Sie ist Gründerin und Direktorin des Istriaetnojazz-Festivals und mit ihrem panadriatischen Transhistria-Ensemble vor allem den BesucherInnen des Akkordeonfestivals wohlbekannt. Mo., 18. April, und Di., 19. April 21 Uhr JOE ZAWINUL’S BIRDLAND Am Stadtpark 1 (Eingang: Landstraßer Hauptstraße 2) 1030 Wien Tel.: (01) 219 63 93 E-Mail: office@birdland.at www.birdland.at | |
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