|
|
|
|
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - KARANDILA (Bulgarien) Angel Ticheliev: Trompete, Percussion Kuti ‘Williams’ Varbanov: Trompete Angel ‘Memi’ Kurtev: Klarinette, Zurna Radko Demirev: Altsaxofon Ivan Cherkezov: Baritontuba Sasho Bulgariev: Baritontuba Dimitar Panayotov: Basstuba Bozhko Dimitrov: Tupan Ivan ‘Tarato’ Demirev: Snare Drum, Rototoms Asen Kurtev: Bassgitarre Anita Christy: Gesang "Mit ihren an die "Second-Line"-Rhythmen des New-Orleans-Jazz erinnernden Trommel-Metren feiert Karandila eine Balkan-Musik, bei der man fast glaubt, dass der Jazz nicht in Amerika, sondern auf den Hochzeiten des Balkans erfunden worden sei." Günther Huesmann (Jazz Across The Border Festival) Klarer Fall. Das nunmehr 2. Balkan-Fever-Festival muss mit einer heißen Gypsy-Brass-Band eröffnet werden. Wir haben uns für die beste entschieden. Die Ende des 20. Jahrhunderts einsetzende Begeisterung für Balkan-Musik bezog sich in erster Linie auf die fulminanten Gypsy-Blasmusikkapellen, auf welche das westliche Publikum vor allem durch die Filme Emir Kusturicas aufmerksam wurde. Doch auch innerhalb dieser Tradition gibt es viele regionale Unterschiede und ein breites Spektrum zwischen traditionalistisch und modern. Rumänische Fanfares klingen anders als serbische Orkestars und die mazedonischen und bulgarischen spielen die schrägsten Rhythmen und halten noch immer den intensivsten Kontakt zu orientalischen, „postosmanischen“ Traditionen. Es herrscht allgemeine Einigkeit darüber, dass Karandila aus Sliven die anspruchvollste Brassband Bulgariens, ja, des gesamten südlichen Balkanraumes sei. Keine Angst, die elf Romamusiker sind keine Jazz- oder Ethnointellektuellen, sondern stehen anderen vergleichbaren Kapellen in Originalität um nichts nach. Sie spielen ebenso wild und dreckig, jedoch mit breiterem Fokus und größerem arrangementmäßigem Geschick. 50 Jahre existierte Karandila als Wedding-Band, ehe sie Trompeter Angel Ticheliev, seines Zeichens Afficionado für Jazz und afrikanische Rhythmen, von seinem Vater übernahm. Das Haus wurde nicht niedergerissen, sondern um ein paar Trakte erweitert. Die ohnehin einzigartige Mischung aus levantinischem Bauchtanz, bulgarischer Volksmusik und dem romatypischen Kokettieren mit allem, was heiß ist und in die Beine geht, von Salsa bis indischen Bollywood-Grooves, wurde erweitert durch Jazz- und Bluesphrasierungen. Internationale Jazzgrößen wie Milcho Leviev schätzen die Arbeit mit Karandila ebenso wie Gesinnungsgefährte Ivo Papasov. Und mit ihrem Album „Revolution“, auf dem sie Hymnen der Linken in tanzbare Gypsy-Brass-Nummern verwandelten, wurden sie zu Lieblingen der europäischen Antiglobalisierungs-Clubbings. Gute Romabands spielen alles, was das Publikum hören will. Karandila sind keine Unterhaltungsmusiker, denen man Geldscheine auf die Stirne drückt. Auch sie spielen alles, aber so, wie es das Publikum noch nie gehört hat.
Ambrol Iglenikov and Edo & Joro ( EDGE Project ) for helping us to bring Karandila with Celia Mara & Big John together
Freitag, 15. April 2005 SZENE WIEN Hauffgasse 26 1110 Wien Tel.: (01) 7493341 www.szenewien.com
| |
|
| |